Feuerbrand im Garten |
In letzter Zeit wurde in den Medien vieles über den Feuerbrand geschrieben. Viele Gartenbesitzer sind nun verunsichert und fragen sich was zu tun ist. Feuerbrand ist keine neue Krankheit. Sie wurde schon vor mehr als 200 Jahren zum erste Mal in Amerika entdeckt. Von dort aus verbreitete Sie sich auf verschiedene Kontinente. Auch in Europa ist der Feuerbrand seit längerem bekannt.
In der Schweiz konnte mit einer rigorosen Einfuhrkontrolle bis vor zehn Jahren das Bakterium auf der anderen Seite der Grenzen gehalten werden. Doch seit ein paar Jahren befällt das Bakterium auch Pflanzen (vor allem Apfel-, Birnen- und Quittenbäume) in der Schweiz. Begünstigt durch das warme Wetter, konnte sich die Krankheit im letzten Jahr besonders gut ausbreiten. Vor allem die Obstbauern in der Ostschweiz sind betroffen und haben teilweise einen massiven wirtschaftlichen Schaden erlitten. Sie fordern, dass alle Wirtspflanzen aus den Privatgärten zu entfernen sind.
Tatsächlich gibt es einige Zierpflanzen die anfällig sind. Wir empfehlen die schlimmsten Wirtspflanzen (Cotoneaster, Feuerdorn, Weissdorn,) nicht mehr im Garten zu setzen. Es werden auch noch andere Wirtspflanzen herumgereicht, deren Schadschwelle aber unter 20 Pflanzen in der ganzen Schweiz (bei x 10'000 Pflanzen die in den Gärten stehen) liegt.
Es besteht kein Anlass, alle Wirtspflanzen vorbeugend (bei Cotoneaster kann man sich streiten, da der Befall teilweise massiv ist) zu entfernen, da praktisch alle Pflanzen millionenfach in der Natur vorkommen.
Feuerbrand befällt die Pflanzen während der Blütenzeit, und dringt über die Blüten in die jungen Triebe ein. Die Pflanze lässt bei den befallenen Stellen bald ein mal den Kopf hängen, die Rinde wird dunkelbraun bis schwarz und sieht aus als ob sie nass wäre. Die Triebe sterben ab und bald die ganze Pflanze. Das Bakterium verbreitet sich sehr rasch, deshalb ist schnelles Handeln angesagt.
Feuerbrand ist leicht mit der Pflanzenkrankheit Monillia zu verwechseln, die aber zu behandeln ist.
Wenn Sie Wirtspflanzen im Garten haben, beobachten Sie diese genau, vor allem im Frühling. Wenn Anzeichen bestehen, dass die Pflanze mit Feuerbrand befallen ist,
informieren Sie sofort die zuständigen Stellen, es besteht eine gesetzliche Meldepflicht! Vermeiden Sie Kontakt mit der Pflanze, damit eine weitere Verbreitung eingedämmt werden kann. Sollte die Pflanze tatsächlich befallen sein, muss die Pflanze vernichtet werden, da es keine wirksame Behandlung gegen das Bakterium gibt.
Meldestelle im Kanton Glarus Tel. 055/646 67 01
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